Im Land der aufgehenden Sonne ist er der Technostar schlechthin. Der Sven Väth Japans, wenn man so möchte. Japangirls fallen bei seinen Gigs in Ohnmacht wie hierzulande Teenies bei Konzerten von den Backstreet Boys oder von Britney Spears. Durch seine vielen Kontakte zur deutschen Technoszene (u.a. zu Westbam, DJ Hell, Schumacher) war Takkyu Ishino in Deutschland ein gern und oft gesehener Plattendreher.

Obwohl er so beliebt war, konnten seine Platten in keinem Laden gefunden werden, bis sich das mir verhaßte Label ßZomba recordsß (Aufkauf-Oink-oinks!!!) endlich dazu entschlossen hatte, ein paar seiner Machenschaften auf den deutschen Markt zu werfen.

Als DJ hört man seine Vorliebe für Detroittechno im Stile von Underground Resistance meist beim ersten Ton. Ihn deshalb auf eine Stilrichtung festlegen zu wollen, muß scheitern. Denn bei seiner Arbeit nutzt Takkyu Ishino das gesamte Archiv der Musik, und so ist man, zum Glück, vor Houseklängen genauso wenig sicher, wie vor trancigen Flächen.

Takkyu Ishino arbeitet aber nicht nur als DJ, wie man zunächst vermuten könnte. Neben seiner DJ-Tätigkeit ist er Mitglied der angesagtesten japanischen Pop-Techno-Band "Denki Groove", Produzent und Promoter.Trotz des kommerziellen Erfolges von "Denki Groove" bleibt Takkyu Ishino immer dem musikalischen Untergrund verbunden, was seine monoton und minimal gehaltenen Soloalben unterstreichen.

Ansonsten ist der Tokyoter ständig bemüht, der elektronischen Musik, die in seinem Heimatland noch einen recht schweren Stand hat, auf die Sprünge zu helfen. So legte er 1995 beim ersten Outdoorrave Japans zusammen mit Ken Ishii und Derrick May auf und ließ auch ansonsten nichts unversucht, die Japaner von Techno zu überzeugen.

Diskographie:
2001 KaraokeJack
1999 Throbbing Disco Cat
1999 Berlin Trax
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